Kompensation wirkt
wo vermeiden und reduzieren nicht möglich sind

Klimawandel schreitet voran

Der bereits sicht- und spürbare Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Die Klimaveränderungen, die wir aktuell erleben, sind nachweislich menschengemachten Ursprungs und durch ihre Geschwindigkeit besonders gefährlich für Mensch, Umwelt und Natur. Der Ausweg ist, die Treibhausgasemissionen in den kommenden Jahren entschlossen und deutlich zu senken.  

In Baden-Württemberg steht allem voran Kohlendioxid (CO₂) im Brennpunkt, das insbesondere bei der Nutzung fossiler Brennstoffe entsteht. Es geht deshalb vor allem darum, die CO₂-Konzentration in der Atmosphäre nicht weiter zu erhöhen und damit die weitere Erwärmung der Erde auf ein erträgliches Maß zu begrenzen. Das Zeitalter der fossilen Brennstoffe, in dem wir Rohstoffe wie Kohle, Öl und Gas, die in Jahrmillionen entstanden sind, innerhalb von wenigen Jahrzehnten verbrauchen, geht damit zu Ende.

Seit 2013 hat Baden-Württemberg ein Klimaschutzgesetz. Mit der jüngsten Novellierung des Gesetzes im Juli 2021 wird den gestiegenen Anforderungen an einen wirksamen Klimaschutz Rechnung getragen. Im besonderen Fokus steht dabei, bis spätestens 2040 in Baden-Württemberg die Netto-Treibhausgasneutralität zu erreichen. 

Verantwortung übernehmen

Viele Unternehmen und andere Organisationen möchten Verantwortung für den Klimaschutz übernehmen. Für einen klimabewussten Umgang mit THG-Emissionen muss der Grundsatz „Zuerst vermeiden, dann reduzieren, dann kompensieren“ die Leitlinie sein.

 

Das Kompensieren (bedeutet: Ausgleichen) unvermeidbarer THG-Emissionen bildet das letzte Glied in der Reihe der Klimaschutzinstrumente. Es basiert auf der Idee, dass es für das Klima nicht entscheidend ist, an welcher Stelle Emissionen ausgestoßen oder vermieden werden. Daher lassen sich an einem Ort verursachte THG-Emissionen grundsätzlich auch an einem anderen Ort einsparen. Nach Berechnung der klimawirksamen Emissionen beispielsweise eines Unternehmens werden Schritte zu deren Absenkung geplant und umgesetzt. Um die Klimaneutralität schneller zu erreichen, kann vorübergehend zum Hilfsmittel der Kompensation über Emissionszertifikate gegriffen werden. Im Idealfall wird dann dieselbe THG-Emissionsmenge in Klimaschutzprojekten ausgeglichen.

Allerdings müssen nach dem 2015 auf den Weg gebrachten Übereinkommen von Paris nicht nur Industrie-, sondern auch Entwicklungs- und Schwellenländer eigene Klimaschutzziele entwickeln und Maßnahmen zum Erreichen dieser Ziele entwickeln. Damit gilt der Frage der Zusätzlichkeit einer Klimaschutzmaßnahme besonderes Augenmerk. Auch ob eine Minderung von Treibhausgasemissionen von Dauer ist, muss jeweils kritisch geprüft werden.

Die Klimaschutzprojekte, die die Klimaschutzstiftung anbietet, erfüllen in diesem Sinne höchste Qualitätsstandards und Zertifizierungen, wie z.B. den international renommierten Goldstandard. Klimaschutzprojekte, die zur Kompensation geeignet sind, sowie die dazugehörigen Zertifikate stellt die Klimaschutzstiftung in Zusammenarbeit mit Partnern zur Verfügung.

Unsere Angebote zum Mitmachen

Die Projekte der Klimaschutzstiftung stehen den Landkreisen und Kommunen, der Wirtschaft und Landesunternehmen wie auch den Bürgerinnen und den Bürgern offen, die kurzfristig Emissionen (noch) nicht mindern können und sich dennoch klimaneutral stellen möchten bzw. einen Teil ihrer Emissionen kompensieren möchten. 

Einzelpersonen sowie kleinere Unternehmen verwenden dafür bitte unsere Rechner und kompensieren direkt. Mittlere bis große Unternehmen sowie Städte, Kommunen und andere Interessierte kommen bitte direkt auf unser Team zu und erhalten eine maßgeschneiderte Beratung und Angebote.

Unser
CO₂-Rechner

Kontakt

Julia Kovar-Mühlhausen, Leiterin Kommunikation der Baden-Württemberg Stiftung.

Julia Kovar-Mühlhausen
Leiterin Klimaschutzstiftung
Tel +49 (0) 711 248 476-70
kovar@bwstiftung.de

Unsere Publikationen