Uganda hat eine der jüngsten und am schnellsten wachsenden Bevölkerungen der Welt, fast die Hälfte der Bevölkerung ist unter 15 Jahre alt. Dies führt zu einem
erhöhten Bedarf an Feuerholz und Flächen für die Landwirtschaft. Aufgrund dieser Bedarfe nimmt die Waldfläche des Landes weiterhin drastisch ab. Deshalb ist der Bedarf zur Aufforstung in Uganda besonders groß.
Agroforst-Baumpflanzungen
in Uganda
Gemeinsam pflanzen für den Klimaschutz und Biodiversität in Hoima
Der Bezirk Hoima liegt entlang des Äquators im Westen Ugandas. Es ist ein überwiegend landwirtschaftlich geprägter Bezirk, in dem über die Hälfte der Bevölkerung Kleinbauern sind.
Im Zentrum des Projekts stehen die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern. Sie werden durch praxisnahe Schulungen, sogenannte Farmer Field Schools, im Agroforst-Ansatz geschult und erhalten im Nachgang kostenlose Setzlinge einheimischer Baumarten. Das Team vor Ort besucht die Kleinbäuerinnen und -bauern zudem regelmäßig und steht bei Fragen mit Rat und Tat zur Seite.
Gemeinsam mit lokalen Kleinbäuerinnen und -bauern werden so degradierte Flächen durch Agroforstsysteme wiederhergestellt. Dabei wachsen Bäume zusammen mit Zwischenfrüchten auf Flächen, die auch landwirtschaftlich genutzt werden und schaffen so neue Wälder, die binden und Lebensräume für bieten.
So wirkt das Projekt und der Agroforst-Ansatz
Unter versteht man die Kombination von forst- und landwirtschaftlichen Praktiken. Insgesamt erwirtschaften diese Modelle höhere Erträge als die rein landwirtschaftliche oder rein forstwirtschaftliche Landnutzung. Dies schafft zusätzliche Einkommensquellen für die lokale Bevölkerung, kurzfristig durch den Anbau von verschiedenen Nutzpflanzen wie Kakao, Nüssen und Obst und langfristig durch den Verkauf von Holz.
Beitrag zu den SDGs
Dieses Projekt trägt zu folgenden 4 SDGs bei:
Der Agroforst-Ansatz generiert einerseits ein kurzfristiges Einkommen durch Nüsse, Gemüse bzw. Kakao und bietet andererseits eine langfristige finanzielle Perspektive durch die angepflanzten Bäume.
Zu den Farmer Field Schools gehören theoretische und praktische Schulungen zu Anbau, Ernte und Verkauf von Produkten aus Agroforstsystemen. Dieser Prozess schont nicht nur die natürlichen Ressourcen, sondern sichert den Kleinbäuerinnen und Kleinbauern langfristig ein sicheres Einkommen und lokale Arbeitsplätze.
Eine nachhaltige Produktion basiert auf möglichst ressourcensparenden Kultivierungs- und Herstellungsprozessen. Wir arbeiten kontinuierlich an nachhaltigen und fairen
Wertschöpfungsketten – von den Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, über das verarbeitende Gewerbe bis hin zu den Konsumentinnen und Konsumenten.
Wachsende Bäume speichern Kohlenstoff langfristig. Kleinbäuerliche Flächen, die auch Bäume enthalten, weisen ein besseres Mikroklima auf und sind damit besser vor Dürren geschützt. Bäume verhindern zudem Erosion und sichern Hänge gegen Erdrutsche.
Innovative Qualitätssicherung mit TREEO
Kernstück der Qualitätssicherung dieses Projektes ist die Entwicklung und Modellierung der -Sequestrierung entlang etablierter Standards von Waldkohlenstoffprojekten. Anstelle des Monitorings anhand von Samples, das bei konventionellen Projekten von Forstspezialisten durchgeführt wird, setzt das Projekt die App des Stuttgarter Unternehmens TREEO ein, mit der jeder Baum einmal im Jahr erfasst wird. Dabei wird der Standort mit GIS bestimmt, der Durchmesser elektronisch vermessen und die Höhe und das Volumen über eine allometrische Formel berechnet. Dieser Ansatz bietet ein hohes Maß an Transparenz und Wirkungskontrolle, die es bei naturbasierten Projekten braucht.
mit dem Projektgastland bestehen momentan nicht. Aktuell kann das Projekt deshalb nicht für die von Restemissionen genutzt werden. Sie können das Projekt für einen -Ansatz nutzen.
So funktioniert die Spende für "Agroforst in Uganda"
Dieses Angebot ist ein Projekt unseres gemeinnützigen Kooperationspartners Fairventures Worldwide (FVW). Wenn Sie sich für eine Spende in das Projekt über die Klimaschutzstiftung interessieren, wenden Sie sich bitte direkt an uns.
Mit einer zusätzlichen Spende unterstützen Sie über den Klimafonds BW den regionalen in Baden-Württemberg durch Renaturierung der Naturlandschaft im Land. Alle Projekte werden nach dem Standard der Klimaschutzstiftung durchgeführt, langfristig gesichert und auf ihre Klima- und Naturschutzwirkungen () untersucht. Der Standard ist auf der Website der Klimaschutzstiftung öffentlich einsehbar.
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Kontakt
Julia Kovar
Leiterin Klimaschutzstiftung
Tel +49 (0) 711 248 476-70
kovar@bwstiftung.de