Labelinformationen
CO2-neutraler Betrieb

Warum ein eigenes Klimaschutzlabel?

Klimaneutralität – Treibhausgasneutralität – CO2-Neutralität: Es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen Klimaschutzzielen, die alle wichtig für unsere Umwelt sind. Oft werden die verschiedenen Ziele und Konzepte aber wenig trennscharf zueinander genutzt. Die undurchsichtige und uneinheitliche Verwendung der Begriffe stiftet Verwirrung in der Öffentlichkeit und Unsicherheit über glaubwürdigen Klimaschutz.

Wir möchten Transparenz über echten und wirksamen Klimaschutz herstellen. Mit dem eigens entwickelten Label „CO2-neutraler Betrieb“ wird deshalb ein Gütekriterium geschaffen, das unternehmerische Anstrengungen und Ziele im Bereich Umwelt- sowie Klimaschutz – insbesondere die Reduktion von Treibhausgasemissionen – als ausgesprochen ambitioniert, nachweislich erfolgreich und kommunikativ integer auszeichnet.

Unsere Qualitäts- und Vergabekriterien

Klimaschutz ist ein integraler Bestandteil für den Schutz der Umwelt und eine nachhaltige Entwicklung. Insbesondere Maßnahmen zur sofortigen und drastischen Verringerung des Treibhausgasaustoßes sind ein Kernelement wirksamen Klimaschutzes. 

Für die Labelvergabe und -nutzung müssen deshalb die folgenden Kriterien maßgeblich erfüllt sein:

  1. Messen: Die unternehmerischen CO2-Emissionen müssen nach gängigen Bilanzierungsstandards (Greenhouse Gas Protocol) umfänglich erfasst und gemessen werden.
  2. Senken: Die Emissionen müssen durch geeignete Klimaschutzmaßnahmen im Dreiklang „Vermeiden – Reduzieren – Kompensieren“ langfristig gesenkt werden.
  3. Kompensieren: Die Restemissionen müssen vollständig in zertifizierte Klimaschutzprojekte kompensiert werden.
  4. Kommunizieren: Die Kommunikationsrichtlinien in Verbindung mit dem Label müssen beachtet werden, um eine umweltintegere Kommunikation zu gewährleisten.

Eine ausführliche und beispielhafte Auflistung der einzelnen Erfüllungskriterien finden Sie in unserem Kriterienkatalog "CO2-neutraler Betrieb". 

CO2-neutrale Betriebe 2022

Die ersten Unternehmen und Institutionen gehen mit gutem Beispiel in Sachen Klimaschutz voran. Die Emissionsbilanzierung aller zertifizierten Unternehmen wird von der Klimaschutzstiftung in Zusammenarbeit mit Partnern geprüft. 

Als erster Betrieb im Land erhält die Obere Mühle Gosbach in Bad Ditzenbach (Landkreis Göppingen) die Auszeichnung „CO2-neutraler Betrieb“. Der Handwerksbetrieb wurde bei der Ermittlung seiner Treibhausgasemissionen durch die Handwerkskammer Region Stuttgart unterstützt. Vielfältige Maßnahmen zur CO2-Vermeidung und -Reduktion wurden bereits umgesetzt, beispielsweise der Strombezug aus Wasserkraft.

Die verbleibenden Restemissionen in Höhe von 25 t CO2e wurden durch das Projekt "Biogasanlagen für 9000 Familien in Indien" ausgeglichen.

Geltungszeitraum: bis März 2023

Kontakt

Julia Kovar-Mühlhausen, Leiterin Kommunikation der Baden-Württemberg Stiftung.

Julia Kovar-Mühlhausen
Leiterin Klimaschutzstiftung
Tel +49 (0) 711 248 476-70
kovar@bwstiftung.de